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Impuls für die Woche vom 17. Oktober 2021

(Auszug aus der Kirchenzeitung „Tag des Herrn“ Okt. 2006)

Viele von uns sind jetzt sprichwörtlich „reingerutscht“: Die Jahreszeit zwischen Sommer und Winter, der Herbst, hat Einzug gehalten. Bei Einigen hat dieser Teil des Jahres keinen so guten Ruf. Da haben Menschen ausschließlich das Bild einer verblühenden und vergehenden Natur vor Augen. Seit alters ist der Herbst auch ein Sinnbild für unsere verrinnende Lebenszeit. An diese denkt der antike römische Philosoph Cicero, wenn er schreibt: „Kaum hat man zu leben begonnen, da muss man schon sterben.“

Um die so typischen Herbstängste weniger werden zu lassen, schlägt der Verfasser vor, den Herbst von einer anderen Seite aus zu betrachten.
Das Wort Herbst bedeutet von seinem germanischen Ursprung her einfach nur Pflückzeit, Ernte oder Zeit der Früchte.
In jedem Herbst feiern wir ein Fest, dass auf diese Zeit aufmerksam macht und uns an all die Dinge denken lässt, die wir in den vergangenen Monaten geschenkt bekommen haben.
Das Erntedankfest will darauf aufmerksam machen, an all das zu denken, was Gott, aber auch Menschen für uns Gutes getan haben und immer wieder aufs Neue für uns tun!

Die biblische Gestalt Noah hilft uns.
Nach der großen Flut baute Noah Gott einen Altar zum Dank für das Geschenk des Lebens.
Er hätte natürlich auch die Klage darüber anstimmen können, dass alles andere verloren war.
Er hätte eine Analyse in Gang setzen können, was der Grund für diese schreckliche Flut gewesen sein könnte. Aber er hat völlig anders reagiert.

Solche Zuversicht wünsche ich uns in den kommenden „dunklen“ Monaten auch.

Dieser Impuls wurde vorbereitet von Gönke Mbwala